02. April 2015

Stellungnahme zum Verzicht auf Vertragsverlängerung

 

Aachen. Der Vorsitzende des PTSV Aachen, Frank Schidlowski, der Geschäftsführer der Ladies in Black Spielbetriebs-GmbH, Bastian Heckert, sowie deren Sportdirektor, Reinhard Strauch, äußern sich in einer Stellungnahme zum Verzicht auf eine Vertragsverlängerung mit der Spielführerin Karolina Bednarova.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit überaus großem Bedauern haben wir die öffentliche Diskussion um unsere Spielerin Karolina Bednarova zur Kenntnis nehmen müssen. Karolina war fünf Jahre Spielerin bei den Ladies in Black, drei Jahre bei Alemannia Aachen und nunmehr zwei Jahre bei dem PTSV. Sie hat die leidvollen Zeiten in der ersten Bundesliga mitgemacht und war auch dann als Kapitänin zur Stelle, als die Mannschaft gegen den Abstieg kämpfte – auch ohne Erfolg. In den letzten beiden Jahren leistete Karo einen wichtigen Beitrag zur Erlangung der Bronzemedaille in der Meisterschaftssaison 2014/2015 sowie zum knapp verlorenen Pokalfinale in dieser Saison. Hierfür hat Karo unsere höchste Wertschätzung, woran auch die aktuelle öffentliche Diskussion nichts ändern kann und wird.

Erlauben Sie uns hierzu bitte eine Stellungnahme und einige Anmerkungen zum Sachverhalt.

Wie bereits veröffentlicht müssen die Ladies in Black in der kommenden Saison mit einem verringerten Budget auskommen. Diese Tatsache ist mit den Hauptsponsoren abgestimmt und wird von diesen unterstützt, da nur so der Spielbetrieb der Ladies in Black in der ersten Bundesliga aufrecht erhalten werden kann. Dies hat natürlich auch erhebliche Auswirkung auf den Spieleretat. So muss der Verein sich zum großen Bedauern von Leistungsträgerinnen trennen, um mit dem verringerten Budget auszukommen. Zu dieser Entscheidung gibt es leider keine Alternative. Karolina Bednarova war über diese Situation informiert. Karo wurde in einem von ihr gewünschten Gespräch mit der Geschäftsführung und der sportlichen Leitung am 20. Januar 2015 informiert, dass eine Erneuerung ihres Spielervertrages zu gleichen oder gar den von ihr gewünschten verbesserten Konditionen ohne die Generierung zusätzlicher Sponsoreneinnahmen aus Vereinssicht nicht darstellbar sei.

Mit keiner anderen Spielerin wurde vor Ablauf der Spielzeit über Vereinbarungen für künftige Zeiträume gesprochen. Dies diente dem Ziel, gerade in der Phase der Play-offs die volle Konzentration auf den sportlichen Erfolg zu erhalten und keine eventuell zusätzlichen Belastungen zu erzeugen.

In Anerkennung der besonderen Bedeutung von Karo hat die Geschäftsführung dann mit ihr als erster Spielerin nach Abschluss der Saison das Gespräch am 27.03.2015 gesucht. Leider konnte die sportliche Leitung an diesem Gespräch nicht teilnehmen. Dies war aber nicht mangelnder Wertschätzung, sondern einzig und allein einer beruflichen Verpflichtung des Ehrenamtlers Reinhard Strauch geschuldet. In diesem Gespräch wurde Karo dann mitgeteilt, dass die Ladies in Black ihr kein Angebot für einen Neuabschluss ihres zum Saisonende auslaufenden Vertrages als Spielerin anbieten können.

Im Verlauf dieses Gespräches bot der Geschäftsführer der Ladies in Black GmbH, Bastian Heckert, Karo auch eine im Rahmen des Möglichen gestaltete Mitarbeit im Verein an. Hierzu gab es bis dato von Karo noch keine Entscheidung, welche auch zu diesem Zeitpunkt nicht gefällt werden musste.

Einzelheiten einer durchzuführenden Veranstaltung zu ihrer Verabschiedung sollten zu einem späteren Zeitpunkt besprochen werden. Gedacht war an die Durchführung eines Abschiedsspiels im Rahmen eines internationalen Turniers.

Am 28.03.2015 fanden dann die Gespräche mit den weiteren Spielerinnen statt. Hierbei musste auch weiteren erfahrenen Spielerinnen (z.B. Marija Pucarevic und Maja Burazer) mitgeteilt werden, dass ihre Verträge mit den LiB beendet werden müssen.

Ohne Zutun von PTSV oder LiB erschien dann am 01.04.2015 die Information in den Medien, dass Karo keinen Vertrag bekommt. Auf diese Information wurde kurzfristig mit dem Statement vom 01.04.2015 reagiert.

Wir bedauern nochmals die negative Darstellung in der Öffentlichkeit und möchten Karolina Bednarova unsere höchste Wertschätzung und höchsten Respekt für das in und für Aachen Geleistete aussprechen. Für den offensichtlich entstandenen Eindruck, dass sie in Aachen nicht mehr gewollt werde oder sie ihre Karriere hier ohne angemessene Verabschiedung beenden soll entschuldigen wir uns. Wir wünschen ihr für ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Schidlowski, Vorsitzender PTSV Aachen
Bastian Heckert, Geschäftsführer LiB GmbH
Reinhard Strauch, Sportdirektor LiB GmbH

 

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