02. Dezember 2015

Ladies in Black verkaufen sich sehr teuer beim Deutschen Meister

Aachen schnuppert an der Pokalsensation: 1:3 in Dresden

Der Dresdner SC war einfach zu heiß: mit 3:1 (25:27, 25:17, 25:22, 25:16) gewinnt der Deutsche Meister sein Heimspiel im Pokalhalbfinale gegen Vorjahresfinalist Ladies in Black Aachen. Dabei verkaufte sich die junge Aachener Truppe äußerst teuer.

Direkt im ersten Satz machten die Aachenerinnen klar, dass sie keine Geschenke für die Gastgeberinnen im Gepäck hatten. Das Spiel war von Beginn an ein Kampf auf Augenhöhe. Nach überstandener Zahn-OP stand wieder Stammzuspielerin Britt Bongaerts zur Verfügung. Sie vermochte das Angriffsspiel der Ladies zu variieren. Hier fand sich übrigens neben Mannschaftskapitänin Laura Weihenmaier Miroslava Kuciakova im Angriff der Ladies wieder.

Zur Überraschung der Dresdner Zuschauer sicherten sich die Ladies in Black aus Aachen dann denkbar knapp den ersten Satz. Doch der Deutsche Meister hatte die passenden Antworten parat: der zweite Satz ging recht ungefährdet an die Gastgeberinnen. Scheinbar sparten sich die Aachenerinnen die Kräfte für den dritten Satz. Hier legten sie nämlich los wie die Feuerwehr und führten lange, 15:6 lagen die Aachenerinnen zwischenzeitlich vorne! Erst in der Endphase gelang es Dresden, an den Aachenerinnen vorbei zu ziehen und sich den Satz zum zwischenzeitlichen 2:1 zu sichern.

Auch im vierten Satz kamen die Aachenerinnen zunächst besser aus den Startlöchern. Bis zur ersten technischen Auszeit stand dort eine Führung zu Buche. Ab da nahm allerdings Dresden Fahrt auf. Das große Ziel, nach 2009 wieder ins Pokalfinale einzuziehen, wollten sich die Sächsinnen nicht mehr nehmen lassen. Mit 16:11 ging der „mittlere Abschnitt“ von Satz vier dann auch deutlich nach Dresden. Die Ladies versuchten dann noch mal alles aber mussten sich letztlich mit 16:25 im vierten Satz geschlagen geben.

Die Ladies in Black Aachen können jedoch stolz auf diese Pokalsaison sein: zum zweiten Mal in Folge erreichte man das Pokalhalbfinale und musste sich letztlich erst nach hartem Kampf gegen eine starke Dresdner Mannschaft geschlagen geben. Auf Aachener Seite wurde Tatiana Crkonova und aus dem Dresdner Team Kristina Mikhailenko zu den wertvollsten Spielerinnen gewählt.

Im zweiten Halbfinale traf Titelverteidiger Stuttgart auf den USC Münster. Die beiden Mannschaften schenkten sich nichts, die ersten beiden Sätze gingen denkbar knapp – jeweils 28:26 – an Stuttgart. Im dritten Satz war der Widerstand der Westfalen dann aber gebrochen und Stuttgart zog mit einem zumindest auf dem Papier klaren 3:0 (28:26, 28:26, 25:19) erneut ins Finale ein und kann nun dort am 28. Februar in Mannheim den Titel verteidigen. Mit dem aktuellen Meister Dresden und dem aktuellen Pokalsieger Stuttgart darf man sich sicherlich auf ein hochklassiges Pokalfinale freuen.

Wir gratulieren sowohl Stuttgart als auch Dresden zu diesem Erfolg!

Für die Ladies im Black geht es nun bereits am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen VT Aurubis Hamburg – Anpfiff ist um 19.00 Uhr in der Halle Neuköllner Straße – weiter.

(von Ladies in Black Aachen // Andreas Steindl)

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